Der Immobilienmarkt in Berlin ist kräftig in Bewegung. Wer billige Nischen sucht, zieht derzeit nach…
Eine inzwischen relativ schwierig zu beantwortende Frage. Der Druck auf dem Berliner Wohnungsmarkt nimmt rasant zu – in Korrelation zu steigenden Gewinnmargen in der Immobilienbranche. Die baufälligen Gebäude, unbebauten Grundstücke und Gewerbebrachen, die zum Beispiel rund um den Boxhagener Platz oder auf der Halbinsel Stralau das Strassenbild noch vor wenigen Jahren prägten, sind längst attraktiv sanierten Altbauten und modernen Neubauten gewichen. Nicht ohne Grund sind auch in den letzten zwei Jahren Mieter- und Kiezinitiativen in Berlin wie Pilze aus dem Boden geschossen.
Es bedarf also einiger Geduld und Mühe, um heutzutage passende Immobilienangebote in Berlin, speziell im Szene-Quartier Friedrichshain-Kreuzberg zu finden. Im Vergleich zu anderen Großstädten oder zu Bezirken wie Prenzlauer Berg oder Mitte wohnt man hier als Normalverdiener aber immer noch relativ günstig. Obwohl laut dem Online-Reiseportal Expedia zwischenzeitlich – nach London und noch vor New York, Hamburg, Paris und München – zu einem der beliebtesten Touristenziele weltweit avanciert, gilt Berlin nach wie vor als die Weltstadt mit den kleinen Preisen. Die Immobilienpreise sind ein Witz, verglichen mit der britischen oder französischen Hauptstadt, wo selbst fünfstellige Quadratmeterpreise keine Ausnahme darstellen.
Ein schwacher Trost für die so hochgepriesenen Kreativen Friedrichshain-Kreuzbergs, die sich die für Berliner Verhältnisse stark gestiegenen Mieten nicht mehr leisten können, und demzufolge nach und nach in weniger zentral gelegene und eher unpopuläre Bezirke wie Pankow, Wedding oder Lichtenberg ausweichen müssen. Und wie man es am Beispiel Kreuzkölln in den letzten 2 Jahren wieder einmal miterleben durfte, kann das zur Folge haben, dass sich ein Problemkiez durch die frische Brise von Freiheit und Abenteuer in den angesagtesten Bezirk Berlins
verwandelt.
